







Rostislav Krimer ist ein herausragender Musiker und gefragter, engagierter Musikpartner.
Er arbeitet regelmäßig mit anderen renommierten Musikern zusammen, sei es als Kammermusikpartner oder als Solist. Er dirigiert das von ihm gegründete Friedensorchester East-West Chamber Orchestra und bereichert die Kulturlandschaft regelmäßig mit außergewöhnlichen Konzerterlebnissen. Zu seinen langjährigen künstlerischen Partnern zählen Gidon Kremer, Maxim Vengerov, Sergey Krylov, Viktor Tretyakov, Fazil Say und Julian Rachlin.
Darüber hinaus hat er mit namhaften Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra, den Moscow Soloists und der Kremerata Baltica zusammengearbeitet.



Rostislav Krimer ist Pianist und Dirigent, kommt ursprünglich aus Weißrussland und lebt seit dem Jahre 2000 in der Beethovenstadt Bonn.
Er war langjähriger Duo-Partner und enger, musikalischer Freund des legendären Pianisten Paul Badura-Skoda. Gemeinsam spielten Sie vierhändige Recitals, sowie mehrere Konzerte für zwei Klaviere und nahmen ein Doppelkonzert von Mozart auf, das im Jahr 2014 veröffentlicht wurde. Krimer war der einzige Duo-Partner von Badura-Skoda nach Jörg Demus, mit dem Badura-Skoda mehr als ein halbes Jahrhundert lang so eng zusammenarbeitete.
Krimer wird von vielen hochkarätigen und berühmten Kollegen als Kammermusikpartner und Solist hoch geschätzt, wie seine regelmäßige und langjährige Zusammenarbeit mit Gidon Kremer, Maxim Vengerov, Sergey Krylov, Viktor Tretyakov, Fazil Say und Julian Rachlin zeigen.
Eine enge Zusammenarbeit verband ihn auch mit Krzysztof Penderecki, mit dem er dessen Klavierkonzert „Auferstehung“ aufführte, das gemeinsam mit dem Komponisten vorbereitet wurde.
Neben seinen Konzertaktivitäten wurde Rostislav Krimer zum Freund von UNICEF ernannt und unterstützt seit vielen Jahren Wohltätigkeitsprojekte für Kinder. Das jährliche UNICEF Gala Dinner mit Rostislav Krimer & Friends ist immer wieder ein großer Erfolg. Im Oktober 2018 erhielt Rostislav Krimer den Ehrentitel „Star Ambassador“ der 2. Europaspiele 2019. Kürzlich wurde ihm außerdem der Titel „Associate der Royal Academy of Music“ in London verliehen.
Besondere Erwähnung fällt der langjährigen Zusammenarbeit Rostislav Krimers mit dem berühmten russischen Bratschisten und Dirigenten Juri Baschmet zu. Zusammen gestalteten die beiden Musiker Hunderte von Konzerten und Kammermusikprojekten, darunter auch die Uraufführung des Konzerts für Viola, Klavier und Orchester von Valery Voronov, das dem Duo Baschmet und Krimer vom Komponisten persönlich gewidmet wurde. Rostislav Krimer war auch der Begründer des jährlichen Yuri Bashmet International Music Festival und ist vor 15 Jahren zum Intendanten und Künstlerischen Leiter berufen worden. Er förderte über diesen langen Zeitraum hinweg herausragende Künstler und junge Talente aus der ganzen Welt. Er gründete gemeinsam mit dem Festival eine Musikakademie für Jugendliche, unterstützte viele junge Komponisten und präsentierte Legenden wie Sofia Gubaidulina, Gija Kancheli, Peteris Vasks, Erkki-Sven Tüür, Krzysztof Penderecki und Valentin Silvestrov.
Im Jahr 2018 hatte er die große Ehre, die Uraufführung eines neu entdeckten Stücks von Dmitri Schostakowitsch zu spielen. Dieses Stück führte er gemeinsam mit Nils Mönkemeyer beim Schostakowitsch Festival Gohrisch in Anwesenheit der Witwe des Komponisten, Irina Antonovna Schostakowitsch, auf.
Rostislav Krimer studierte an der Sibelius-Akademie in Helsinki, der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Royal Academy of Music in London. Sein internationaler Durchbruch erfolgte mit einem Konzert in der Cadogan Hall in London im Jahre 2006, das von Kritikern hochgelobt wurde. Seitdem tritt er bei renommierten Festivals wie in Aix-en-Provence, Delft, Lockenhaus, Ljubljana, Varna, dem Beethovenfest Bonn, dem Enescu Festival in Bukarest und der Villa Medici in Rom auf. Einladungen führten ihn auch zu den bedeutendsten Bühnen weltweit, darunter die Berliner Philharmonie, die Große Halle des Tschaikowsky-Konzertsaals, die Queen Elisabeth Hall und St. Martin-in-the-Fields.
Rostislav Krimer ist Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Friedensorchesters East-West Chamber Orchestra, das aus den besten Künstlern aus Ost und West besteht: Konzertmeister und Leiter renommierter Orchester, Professoren angesehener Musikakademien sowie Gewinner der renommiertesten Wettbewerbe weltweit, darunter der Tschaikowsky-, ARD-, Long-Thibaud- und der Paganini-Wettbewerb. Die historische Aufnahme des East-West-Chamber Orchestras von vier Kammersinfonien von Mieczysław Weinberg wurde für den Opus Klassik und den ICMA Award nominiert, erhielt fünf Sterne vom BBC Magazine und wurde zur CD der Woche von Norman Lebrecht und anderen Top-Kritikern weltweit gekürt. Rostislav Krimer ist auch Begründer und Künstlerischer Leiter des Ost-West-Festivals Deutschland, das 2023 in NRW stattfinden und bei dem das Friedensorchester East-West Chamber Orchestra erneut das Residenzorchester sein wird.
Über seine internationale Karriere als Pianist und Dirigent hinaus widmet sich Rostislav Krimer mit besonderem Engagement der Wiederentdeckung und Wiederbelebung vergessener musikalischer Meisterwerke. Zu seinen bedeutendsten Leistungen zählt die Wiederentdeckung des weitgehend in Vergessenheit geratenen Komponisten Lew Abeliowitsch, eines engen Freundes von Mieczysław Weinberg, der ebenso wie Weinberg zum musikalischen Umfeld Dmitri Schostakowitschs gehörte. Durch seine wegweisenden Forschungen, Konzertaufführungen und editorischen Arbeiten trägt Krimer maßgeblich dazu bei, das bemerkenswerte musikalische Erbe Abeliowitschs wieder einer internationalen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Gesamtwerk des Komponisten erscheint unter Krimers Herausgeberschaft beim renommierten Musikverlag Edition Peters.
Im Zusammenhang mit dieser Arbeit promoviert Krimer derzeit im Rahmen einer künstlerisch-wissenschaftlichen Promotion an der Hochschule für Musik Freiburg zum Thema „Zwischen Holocaust und Repressionen. Zum Klavierwerk Lew Abeliowitschs“. In Anerkennung seiner wegweisenden Forschungsarbeit wurde Rostislav Krimer mit dem renommierten Promotionsstipendium der Gerda Henkel Stiftung ausgezeichnet.